Espressokocher Aluminium

Espressokocher Aluminium

Der erste Espressokocher überhaupt, der Moka Express von Bialetti – er bestand aus Aluminium – war das Vorbild für den Espressokocher schlechthin. Zur Zeit seiner Erfindung (1933 von Bialetti) standen die Vorzüge des verwendeten Materials im Vordergrund: Aluminium war leicht und es war kostengünstig. Auch heute gibt es, neben dem Original Moka Express, viele unterschiedliche Varianten des Espressokochers aus Aluminium von verschiedenen Herstellern. Und sie werden millionenfach verkauft, in Italien und weit über seine Grenzen hinaus.

Aluminium Espressokocher – die Diskussion um ein umstrittenes Material

Was dem Erfinder des Espressokochers, Alfonso Bialetti, noch fremd war, sind die Vorbehalte gegen das Material Aluminium, wie wir sie heute kennen. Im Vordergrund steht der Verdacht, Aluminium, besonders auch wenn es in Verbindung mit Lebensmitteln kommt, berge ein erhöhtes Risiko für schleichende Gesundheitsschädigungen. Das Thema kann an dieser Stelle nicht umfassend aufgegriffen und schon gar nicht abschließend bewertet werden. Aber allein der Verdacht ist, betrachtet man eine Vielzahl von Forschungsergebnissen, nicht ganz von der Hand zu weisen. Seit Jahren wird das Thema daher kontrovers diskutiert. Wirklich gesicherte Nachweise, welche die eine oder andere These bekräftigen und gesicherte Ergebnisse vorzuweisen in der Lage sind, konnten jedoch noch nicht erbracht werden.

Espressokocher Alumium – ein Auslaufmodell?

Führt die verstärkte Diskussion um eine mögliche Gesundheitsschädigung von Aluminium nun möglicherweise dazu, dass die Verbraucher in zunehmendem Maße und in großem Umfang sensibilisiert werden? Verunsicherte Verbraucher, die sich einen Espressokocher anschaffen wollen, müssten dann auf eine Variante aus Edelstahl zurückgreifen. Konsequenterweise sollte dies einen Rückgang der Verkaufszahlen des Espressokochers Aluminium bedeuten. Fakt ist, dass z.B. die Fa. Bialetti beim Moka Express Umsatzeinbußen von ca. 30% zu beklagen hat. Empfindlicher Umsatzrückhang: ein Grund, warum die Produktion des Moka Espress nun aus Italien nach Rumänien verlegt wurde. Ja, aber worin liegen die wirklichen Gründe?

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.italienischer-klassiker-espressokanne-muss-weichen.58afdb19-713b-4777-b046-31a307a48004.html

Was spricht für den Espressokocher Aluminium und was dagegen?

Die Argumente für den Espressokocher Aluminium sind schnell genannt: Diese Kaffeebereiter sind kostengünstige Leichtgewichte. Und sie produzieren einen kräftigen, wohlschmeckenden Kaffee. In Italien haben sie, insbesondere der Bialetti Moka Express, Kultstatus und es gibt kaum einen Haushalt, in dem man nicht zumindest eine Größe des Klassikers findet. Doch der Espressokocher Aluminium ist angreifbar. Vor allem die allgegenwärtige Diskussion um das Aluminium könnte dem Produkt auf Dauer nicht gut tun. Aber auch die Nachteile, die ein Espressokocher Aluminium gegenüber einer Variante aus Edelstahl hat, können zu Buche schlagen: Sie sind zwar für Elektro- und Gasherd geeignet, nicht aber für Induktionsherde. Und sie müssen mit der Hand gereinigt werden, in der Spülmaschine werden sie mit der Zeit unansehnlich. Indessen stört es einen Italiener keinesfalls, wenn beispielsweise sein Moka Express deutliche, aber eben natürlich entstandene Altersspuren durch Gebrauch aufweist.

Aluminium Espressokocher sind das Original – von der Erfindung bis zum heutigen Tag sind solche Espressokocher millionenfach Handel zu finden – in Italien und außerhalb. Die Palette reicht vom relativ günstigen Bialetti Moka bis zum edlen Alessi.

Espressokocher aus Aluminium - sind sie noch zeitgemäß?
Espressokocher aus Aluminium, hier der Klassiker Moka Express von Bialetti. Er ist in Würde gealtert. Doch ist er noch zeitgemäß?

Vergleicht man die  Modelle aus Edelstahl mit den  Aluminiumausführungen des Espressokochers sind die Alu-Espressokocher günstiger in der Anschaffung. Der ultimative Klassiker und, sagen wir mal Urvater der Espressokocher, ist der MOKA EXPRESS von Bialetti. Er ist sehr leicht, gut und solide verarbeitet, kann auf dem Gasherd und jedem Ceranfeld eingesetzt werden; für Induktionsherde ist er jedoch nicht zu gebrauchen. Außerdem muss er von Hand gespült werden, er ist, wie alle Aluminiumausführungen, überhaupt nicht für die Spülmaschine geeignet.

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