Bialetti Venus Test

Bialetti Venus – der Espressokocher Edelstahl im umfassenden Test

Was zeichnet die Bialetti Venus aus? Wir haben es für Sie getestet.
  • Bialetti Venus, 4 Tassen – Es handelt sich hier um die italienische Tassengröße (je 50 ml, ein Gesamtfassungsvermögen von 200 ml)
  • Weitere Tassengrößen: 2,6 und 10 Tassen

Wir haben die Bialetti Venus aus der Packung genommen und waren gleich begeistert, welch einen hochwertigen Eindruck sie doch macht. Das Material, Edelstahl mit Glanzfinish, ist spiegelblank. Vorne auf der Kanne, als Gravur, unverkennbar das Logo: der Mann mit dem Schnurrbart, der sich auf allen Espressokochern von Bialetti findet. Auf dem Boden des Wasserbehälters lesen wir den Hinweis, dass dieser Espressokocher für alle Herdarten, also auch für Induktionsherde, geeignet ist.

Weiche Linien – harmonische Form

Das Design der Venus gefällt uns ausnehmend gut. Und er liegt gut in der Hand! An den Griff aus schwarzem, sehr hochwertig wirkendem Kunststoff, der ergonomisch geformt ist, schließt sich direkt der kleine Hebel an, mit dem sich der Deckel nach oben klappen lässt: So braucht man zum Ausschenken nur eine Hand.

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Bialetti Venus ausgepackt
Die Bialetti Venus, hier neben der Originalverpackung, sieht glänzend aus, aber glänzt sie auch im täglichen Gebrauch? Wir haben sie getestet.

Nun haben wir die Venus auseinander genommen: Kanne und Wasserbehälter aufgeschraubt und das Sieb entfernt. Alle metallenen Teile sind innen wie außen toll verarbeitet, keine scharfen Kanten, keine wulstigen Nähte, alles glatt – perfekt! Auch das Sieb ist aus Edelstahl.

Bialetti Venus im Test
Der Espressokocher in seine Einzelteile zerlegt: Wasserbehälter, Sieb, Kanne (hier auf den Kopf gestellt). Alle Kanten sind glatt und weisen keinerlei raue oder scharfe Stellen auf.
Los geht’s!

Jetzt aber geht es -endlich- an das Bereiten eines Kaffees. Nicht eines Espressos! Für alle, die mit dem Thema noch nicht ganz vertraut sind: Ein richtiger Espresso benötigt in der Herstellung weit mehr Druck (9 bar), als dies mit einem derartigen Espressokocher möglich ist (1,5 bar). Italiener nennen deshalb das Heißgetränk, das sie mit dem Espressokochers herstellen, nicht Espresso, sondern Moka oder Caffè.

Wir befüllen den Wasserbehälter mit Wasser (am besten schon heiß, das verkürzt das Kaffeebereiten im Espressokocher um 2 bis 3 Minuten), jedoch keinesfalls über das Sicherheitsventil im Innern hinaus. Das Sieb füllen wir bis zum Rand mit Kaffeepulver (nicht ganz so fein gemahlen wie für eine Espressomaschine) und drücken es nur so leicht an, damit es nicht über den Rand hinaus ragt. Dabei gilt es darauf zu achten, dass Ränder und Gewinde sauber sind, sie könnten wie Sand im Getriebe wirken, beim Zusammenschrauben stören und dafür verantwortlich sein, dass während des Kochvorgangs am Gewinde heißes Wasser oder Wasserdampf austritt. Das Zusammenschrauben von Wasserbehälter und der Auffangkanne für den Kaffee selbst ist etwas gewöhnungsbedürfig, es klappt auf Anhieb nicht immer reibungslos – da bedarf es schon ein bisschen Übung.

Wenn es blubbert…

Kurz nachdem wir die Venus auf das kleinste Kochfeld unseres Elektroherds gesetzt haben, fängt es auch schon an zu blubbern. Ein kurzer Blick in die Kanne zeigt, dass alles zur Zufriedenheit läuft: duftender Kaffee ergießt sich durch die Öffnung des Steigrohrs in die Kanne. Der Kaffeeaustritt ist, anders als bei manchen anderen Kannen, nicht ganz so hoch. Man kann also ohne Bedenken den Deckel öffnen, ohne dass einem gleich heißer Kaffee entgegenspritzt.

Geringen Dampfaustritt haben wir leider an der Griffseite bemerkt, deshalb ist während des Kochvorgangs in der Tat etwas Vorsicht geboten, heiß wird der Griff selbst aber nicht.

Ausschenken – eine saubere Sache

Nichts tröpfelt, der Kaffee ergießt sich, auch wenn es mal schnell geht, durch den elegant geformten Schnabel und sonst nirgends. Das Ausschenken des Kaffees ist somit eine wirklich saubere Sache. Wir wissen das zu schätzen, denn man kann es nicht von jeder Espressokanne behaupten.

Bialetti Venus Test Espressozubereitung
Die Venus in Aktion: der Kaffee tritt aus und ergießt sich in die Kanne.
Die Reinigung – Handarbeit oder Spülmaschine

Die Reinigung dieser Espressokochers Edelstahl kann mit der Hand, oder einfach, wie bei anderen Espressokochern aus Edelstahl auch, in der Spülmaschine erfolgen. Bei Handreinigung sind scharfe Putzmittel oder Scheuerschwämme absolut tabu. Idealerweise reinigt man den Espressokocher zeitnah nach dem Gebrauch mit mäßig heißem, klarem Wasser, das schont den Dichtungsgummi, das Verschleißteil Nr. 1, dieses ist dann nicht so lange einem feuchtheißen Klima ausgesetzt. Erfolgt die Reinigung in der Spülmaschine, kann der Dichtungsring entfernt werden, muss aber nicht.

Der Espressokocher Edelstahl Venus von Bialetti – Unser Testfazit

Die (oder die? ) Venus von Bialetti ist ein wirklich toller Espressokocher. Rein äußerlich weiß er mit weichen, harmonischen Linien und einem schönen Edelstahl-Glanz zu überzeugen. Im Gebrauchstest war er nahezu perfekt. Lediglich der Dampfaustritt in der Nähe des Griffes hat das positive Gesamtbild ein wenig beeinträchtigt.

Natürlich war der darin bereitete Kaffee sehr schmackhaft. Aber das wollen wir nicht nur dem Espressokocher zuschreiben, sondern vor allen Dingen auch einer guten Kaffeeauswahl. Wir beziehen unseren Kaffee gewöhnlich aus Kaffeeröstereien unseres Vertrauens. Und sind nie enttäuscht worden.

Den Espressokocher Edelstahl Venus von Bialetti aber bewerten wir mit einen „gut“ bis „sehr gut“ und können ihn ohne Bedenken weiterempfehlen.